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Kunst in der Sekundarstufe
II
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Kunst |
Sekundarstufe I | Sekundarstufe II |
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| Kunst in der Sekundarstufe II |
Der Kunstunterricht
in der Sekundarstufe II wird erteilt nach den Richtlinien und Lehrplänen
für die Sekundarstufe II – Gymnasium in Nordrhein-Westfalen,
Düsseldorf 1999, hrsg. v. MSWWF NRW. |
Stundentafel und Stundenverteilung
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Die Schülerinnen
und Schüler entscheiden sich in der Jahrgangsstufe 11 für
das Fach Kunst oder Musik. In der Jahrgangsstufe 12 wird das Fach
entweder als Grundkurs weitergeführt oder wahlweise vom Fach
Literatur abgelöst, das nur in der 12/1 und 12/2 angeboten wird.
Die Kurse in der 13 sind durch die neue APOGOST nur noch mit sehr
geringen Schülerzahlen aufrecht zu erhalten. Den Schülerinnen
und Schüler müssen schon in der Jahrgangsstufe 10 die genauen
Bedingungen für ein mögliches Abiturfach Kunst dargelegt
werden. |
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Zuordnung
von Handlungsfeldern und Qualifikationen |
Die Darstellung
folgt den Richtlinien und Lehrplänen für die Sekundarstufe
II - Gymnasium in Nordrhein-Westfalen, S. 19/20). |
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Handlungsfelder |
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- Produktion von bildnerischen Gestaltungen
- Rezeption von bildnerischen Gestaltungen
- Reflexion über das Medium Bildsprache
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Die
Sequenzzuordnung ist schwerpunktmäßig zu verstehen. Die
gewählten Themen der Quartalen sollten das Erreichen der beschriebenen
Qualifiaktionen ermöglichen. |
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| Lernaspekte |
Themen |
Qualifikationen |
Sequenz |
I:
Bilder als
Gestaltungsvorgänge
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a) Materialität/Medialität/
Dimensionalität als Grundlagen
für Gestaltungsprozesse
b) Grundstrukturen/
Grundfunktionen
der Bildsprache
und der in ihr formulierten Gestaltungen
c) Grundlagen/
Bedingungen von
Darstellungs-,
Wahrnehmungs-
und Interpretationsformen
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1) Bezüge zwischen Materialien/Medien, Werkzeugen und
Bedeutungen in Gestaltungsprozessen erkennen und bildnerisch
anwenden |
11/1 |
| 2) Fläche, Körper, Raum, Zeit,
Farbe, Linie als Gestaltungsmittel verstehen und form- und bedeutungssetzend
nutzen |
11/1 |
| 3) Unterschiedliche Bildfindungsmethoden,
bildnerische Verfahren, Techniken aneignen und in Gestaltungen
einsetzen |
11-13 |
| 4) Unterschiedliche Intentionen wie Dokumentieren,
Interpretieren, Appellieren in Bildern be-greifen und im Gestaltungszusammenhang
realisieren |
11 |
| 5) Den Gestaltungsprozess im Sinne des bildfindenden
Dialogs verstehen und seine imma-nenten Freiräume für
das Verstehen und Gestalten nutzen |
11/2 |
| 6) Bildwirklichkeit als Wirklichkeit eigener
Art verstehen und in diesem Sinne gestalten |
11/2 |
| 7) Das komplizierte Verhältnis von
Intentionen/Zweckbindungen/ Zweckfreiheit in Bildern ver-stehen
und gezielt in eigene gestalterische Innovationen einbringen |
11 |
| 8) Wahrnehmungs- und Darstellungskonventionen
als Gestaltungs- und Verständnisbedingungen erkennen und
in eigenen Gestaltungen verarbeiten |
11/2 |
| 9) Eigene und fremde Bilder auf der Grundlage
verschiedener Interpretationsmethoden systematisch entschlüsseln,
dabei die Interpretation als unabgeschlossenen Prozess wahrnehmen |
11/2 |
| 10) Resonanzerlebnisse als mögliche
Annäherungsform an Bilder begreifen |
11 |
| 11) Über fachspezifische schriftliche
und mündliche Darstellungs- und Argumentationsformen verfügen |
11-13 |
II:
Grundkonzepte bildnerischer Gestaltung
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a) Konzeptionen
bildnerischer Gestaltung
b) Bildnerische
Strukturierungs-
und Handlungsprinzipien
|
1) Gestaltungskonzeptionen und Handlungsstrategien entwickeln,
erproben und gezielt verwirklichen |
12/13 |
| 2) Sich dabei bewusst machen, dass Bildermachen,
-wahrnehmen und -verstehen sowohl von der persönlichen
Einstellung als auch von durch Konventionen bestimmten Einstellungen
beeinflusst wird |
12/13 |
| 3) Interpretationskonzepte verstehen, beurteilen
und bei der Bilddeutung verständnisvoll einbringen |
12/1 |
| 4) Realistische, idealistische, phantastische,
expressive Ausdrucksformen und Konzeptionen in Gestaltungsprozessen
realisieren und als Prinzip einzelner Stilepochen erkennen |
12/13 |
III:
Bildnerische
Gestaltungen
als Zeugnisse
einzelner Persönlichkeiten
und als Einzelerscheinungen
|
a) Die Persönlichkeit der Autorinnen
und Autoren
b) Die Besonderheiten einer Gestaltung
|
1) Bilder als Ausdruck eines individuellen Weltverstehens
begreifen, Persönlichkeit in Bildern respektieren |
13 |
| 2) Persönliche Bildsprache/-Struktur
artikulieren |
11-13 |
| 3) Eigenständige, persönlich geprägte
Bilder erfinden |
11-13 |
| 4) In Verständigungsprozessen über
Bilder persönlich gesetzte Bedeutungen und persönliche
Deutungen respektieren |
12/13 |
| 5) Individuelle Interpretationsansätze
und Interessen erkennen, vergleichen und bewerten |
12/13 |
| 6) Individuelle Interpretationsansätze
und Kommentierungen bildnerisch gestalten |
12/13 |
| 7) Bilder ihrer besonderen Ausprägung
entsprechend und betrachtergerecht präsentieren |
11-13 |
IV:
Bilder und
Bildwelten in
gesellschaftlichen Zusammenhängen
|
a) Bildnerische Gestaltungen als
Ausdruck gesellschaftlicher Normen und Vorstellungen, als Kritik,
als Gegenentwurf
b) Formgeschichtliche, motivgeschichtliche, rezeptionsgeschichtliche
Aspekte
|
1) Bilder in ihren gesellschaftlichen Kontexten verstehen
und Bilder mit entsprechenden Intentionen gestalten |
13 |
| 2) Die gesellschaftlichen Bedingungen für
Wahrnehmungs- und Darstellungskonventionen erfassen und für
Interpretationen und bildnerische Gestaltungen nutzen |
12/2 |
| 3) Eigene gesellschaftliche Positionen bildnerisch
artikulieren |
13 |
| 4) Geschichtlich bedingte Form- und Motivzusammenhänge
kennen, zuordnen und in Deutungszusammenhänge einbringen |
12/1 13 |
| 5) Kunstgeschichtliche Phasen kennen und
im Zusammenhang mit Bildinterpretationen anwenden |
(11)12/13 |
| 6) Bildmotive als Gestaltungsmittel kennen
und in eigene Gestaltungen einbeziehen |
12 |
| 7) Bildtraditionen in/mit eigenen Bildern
umdeuten |
13 |
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| Mögliche Tmenefelder
und Formulierungen für die Oberstufenkurse 11-13 |
Für
die Erarbeitung der geforderten Qualifikationen können folgende
Themenbereiche bzw. -felder herangezogen werden, dabei eignen sich
einige Themen schwerpunktmäßig für bestimmte Qualifikationen
und somit Jahrgänge durch ihre inhaltliche Dimension besser.
Je nach Entwicklung der Themenfelder sind zusätzliche Qualifikationen
zu erarbeiten. Grundsätzlich bleibt die Themenwahl aber frei
und sollte auch bewusst offen gehalten werden, um den Schülerinnen
und Schüler Richtungs- und Entwicklungsfreiheit zu lassen. In
jedem Quartal ist mindestens ein Themenfeld zu erarbeiten. |
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| Themenfelder |
Inhaltliche Dimension/ Formulierungshilfen |
| 11 |
Selbstdarstellung, Selbstwahrnehmung, Spurensuche, Reisebilder,
Darstellungsmodi, Abstraktionsverfahren, Bildanalyse
freies Zeichnen, Wahrnehmungsschulung, Kultur und Natur,
werkimmanentes Analyseverfahren |
Ich packe meinen Koffer, Disguise, Face2Face,
Das bin ich nicht, Tagebuch einer fiktiven Person, Ich sehe
was, was du nicht siehst, Körper-Wahrnehmung, Körper-Erfahrung
Fremdkörper, Mensch & Tier, Körperteile, Köpfe,
Gesichter – Fratzen - Masken, Gesten, Disguise (engl.),
Spiel und Maske
Reiseerfahrungen, Klischees und Darstellungsmuster aufbrechen,
Was ist Kunst? Ästhetik, Zeichenschule, Der zweite Blick
Der genaue Blick
Total Scharf
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| 12 |
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Mythos, Mythen des Alltags (Barthes)
Musik-Bild-Beziehungen – Architektur
Architektur – historisch - konzeptionell, Mensch und
Raum,
Bilder mit Bildern vergleichen: Atlasmapping als Bildanalyse
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Motivgeschichtliche Untersuchung / Design, Kulturwissenschaftliche
Aspekte, … auf der Suche nach der verlorenen Form, Kunst
als kollektives Gedächtnis, Architektur, Landart, Landschaftsarchitektur,
Raumplanung, Stadt, Land, Fluss, Mythen erleben, Alles kann
Mythos werden, Dream a Dream
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| 13 |
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| vertiefend, bzw. frei, da zu diesem Zeitpunkt
eine weitestgehende Selbstständige Beschäftigung mit
Inhalten angestrebt wird, vgl. Arbeitsgestaltung und Arbeitsverfahren |
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| Exkursionen |
Resonanzerlebnisse
als eine mögliche Annäherungsform an Bildern zu begreifen
(I- a-10) sind mit Besuchen der Kunstwerke an ihrem Ausstellungsort
zu erreichen. Dabei sollte pro Halbjahr eine Exkursion zum Quartalsthema
passend angestrebt werden. Aus organisatorischer Sicht und unter
Aspekte der Einsicht in die örtlichen Museums- und Ausstellungskultur
sind Orte in der nähren Umgebung (Cappenberg, Dortmund, Hamm,
Kamen etc.) zu bevorzugen.
Wenn möglich sollte eine Exkursion innerhalb der Oberstufenzeit
in ein größeres Museum führen, z.B. Düsseldorf
oder Köln).
Eine Einbindung des Faches Kunst in die Studienfahrten der Oberstufe
(13) wird angestrebt. |
| Unterrichtsgestaltung
und arbeitsverfahren |
Der Kunstunterricht
der Oberstufe soll den organisatorischen räumlichen Umständen
entsprechend Werkstattcharakter haben, der sich sowohl auf die Einrichtung
der Räume als auch einhergehend auf das Lernprinzip bezieht.
Der prozessorientierte und experimentelle Zugang (LP S.27) über
das Material zum Inhalt und Themenfeld soll in der Oberstufe zunehmend
durch geleitete Selbststeuerung erreicht werden. Die Bildung eines
besonderen Lernortes »Kunstwerkstatt« trägt wesentlich
zu dieser Lernsituation bei. Dabei ermöglicht es das Lernumfeld,
die konkrete selbstständige Materialauswahl und ihre gedanklichen
Assoziations- und Kombinationsmöglichkeiten mit Werkzeugen zu
ersten Handlungen und latenten Produktideen zu führen. Der »bildfindende
Dialog« (LP S.11) erfordert eine Handlungsintelligenz, die durch
die Wechselwirkung von Tat und Geist geprägt ist, und ein unverzichtbares
Spezifikum des Faches Kunst im Fächerkanon der Schule darstellt.
Der Kunstlehrende passt sich in seiner Vermittlerrolle diesem veränderten
Lernumfeld an. Diese bevorzugte, aber nicht ausschließliche
Arbeitsweise trägt als wichtiges Modul einer Oberstufenausbildung
bei und fördert in Vorbereitung auf weitere Ausbildungs- und
Berufsqualifikationen wesentli-che Arbeitstechniken und Methodenkompetenzen.
Der geforderten »Schülerorientierung«, »Gegenstandsorientierung«
und »Methodenorientierung« (LP S.25) wird so ganzheitlich
Rechnung getragen. |
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| Materialien, Medien |
Bei
der gestalterischen Arbeit soll die Auswahl des Mediums in erster
Linie das Ergebnis einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit den
hier vorgeschlagenen Inhalten bzw. Themen sein. Material- und Werkzeug
sind dem individuell entwickelten Ausdruck nach auszuwählen.
Dabei sind von den Schülerinnen und Schülern folgende
Punkte zu beachten:
- Möglichkeiten der Schule
- eigene Möglichkeiten und Kenntnisse
- Möglichkeiten und Kenntnisse des Lehrenden
- Dauer und Fristen/Termine
- Organisatorische Bedingungen
Die Schülerinnen und Schüler sollen sich diesen Fragen
stellen und dabei den Lehrenden als einen helfenden Faktor betrachten.
Somit ist es selbstverständlich, dass auch Themen außerhalb
des Erfahrungsfeldes des Lehrenden bearbeitet werden können,
z.B. auch kulturwissenschaftliche Aspekte. Angestrebt ist dabei
die Verzahnung von digitalen und analogen Be- und Verarbeitungsmöglichkeiten
von Material, als ein Teil der medienpädagogischen Ausbildung
zur Gestaltungskompetenz, Auswahlkompetenz, Verstehenskompetenz
und Urteilskompetenz (LP S.30). |
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| Fächerübergreifende
Möglichkeiten |
Zur Erarbeitung
der ästhetisch-inhaltlichen Dimension eines Themenfeldes sind
selbstverständlich fächerübergreifende Aspekte einzubeziehen.
Das Fach Kunst in der Oberstufen öffnet sich bewusst dem interdisziplinären
Fächeraustausch, insbesondere mit den Fächern Deutsch, Musik,
Englisch, Französisch, Philosophie, Erdkunde, Religion und Mathematik. |
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| Bewertung |
8.1 Klausuren
Es sind drei verschiedene Aufgabenarten möglich:
- Aufgabenart I: Bildnerische Gestaltung mit schriftlicher Erläuterung
(auch als Hausarbeit in Jg. 11 und 12 wenn Kunst kein Facharbeitsfach
ist, vgl. LP S43)
- Aufgabenart II: Analyse/Interpretation von bildnerischen Gestaltungen
- Aufgabenart III: Fachspezifische Erörterung – gebunden
an Bildvorlagen oder Texten
In der Jahrgangsstufe 11 werden drei Klausuren geschrieben. Dabei
ist nur eine mit einem bildanalytischen Schwerpunkt zu versehen
(Aufgabenart II) und eine als Hausarbeit.
Insbesondere bei der Aufgabenart I ist in der Jahrgangsstufe 12
ein erweiterter Bearbeitungszeitraum zu beantragen. |
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8.2
Gestalterische, mündliche und schriftliche Leistungen
Die individualisierte und selbstbestimmende Form des Lernens erfordert
für die Bewertung besondere Mechanismen, die den Schülerinnen
und Schülern vor Beginn des Prozesses offen zu legen sind.
Dabei lässt sich im Wesentlichen auf den LP (S.18) verweisen
und die hier vorgeschlagenen Themenstellungen sind als Impuls für
die im LP »problemorientierte« Arbeit anzusehen:
»Lernaspekt Selbstständiges Arbeiten«
- Wahrnehmen und analysieren der Problemstellung
- Antizipieren und prüfen möglicher Lösungswege
auf ihre Chance hin, zu einem realisierbaren Ergebnis zu gelangen
- Kennen und beherrschen oder erfinderisch erproben von Verfahren
der Bildproduktion
- Geduldiges und ausdauerndes Arbeiten auch bei Schwierigkeiten
- Kritisches Beurteilen von Teil- und Gesamtergebnissen und eigenständigen
Korrekturen im Prozess
Die im LP (S.49ff) aufgeführten Einzelaspekte des Beurteilungsbereichsbereichs
»Sonstige Mitarbeit« ist den Schülerinnen und Schülern
dem LP gemäß zu erläutern, dazu zählen:
- Gestalterische Arbeit (als Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit)
- Mündliche Mitarbeit
o Arbeitsbegleitendes Einzelgespräch Lehrende – Lernende
o Beiträge zum Unterrichtsgespräch
o Beiträge in Gruppengesprächen
- Hausaufgaben
- Referat
- Protokolle
- Schriftliche Übung
- Mitarbeit in Projekten
Der Punkt »Mitarbeit in Projekten« entspricht dem hier
aufgestellte Unterrichtsbild des Kunstunterrichts am FSG besonders
und kann die anderen Aspekte im konkreten Unterrichtsgeschehen integrieren
(LP S.54):
- Projektideen zu entwickeln
- Zielsetzungen des Projektes zu formulieren
- das Projekt selbstständig zu planen, zu organisieren und
zu realisieren
- geeignetes Material, Medien und Verfahren auszuwählen
- besondere Kompetenzen in das Gesamtvorhaben zu integrieren
- Ausdauer bei der Umsetzung zu entwickeln
- Bereitschaft zu gedanklicher Auseinandersetzung und kritischer
Reflexion zu zeigen
- die Grenzen fachspezifischen Lernens zu erkennen und entsprechende
Lernstrategien zu ent-wickeln
- Qualitätsansprüche hinsichtlich der Gestaltung zu
vermitteln und zu halten
- Ergebnisse sach- und betrachtergerecht zu präsentieren
- Einzelergebnisse und den Projektverlauf zu reflektieren und
zu bewerten
- fächerverbindende und übergreifende Aspekte aufzuspüren
und weiterzuentwickeln
- zielgerichtet zu kooperieren
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8.3 Konkretisierte
Bewertungsaspekte Ästhetisch-praktische Arbeit
- die Idee, Originalität, der Einfallsreichtum
- Fähigkeit des »bildfindenden Dialogs« –
Entwicklung, Kehrtwende, …
- praktische Zwischenprodukte (Skizzen, Entwürfe…)
- Zur Begleitung und Beurteilung des Herstellungsprozesses der
Arbeit wurde der Zwischenstand der Arbeit in den Unterrichtsstunden
vorgestellt und besprochen.
- Nach Absprachen wurden Arbeitsschritte außerhalb der
Unterrichtszeit durchgeführt.
- Das Werk ist ansprechend gestaltet.
- Das Werk ist »bildnerisch verständlich« gestaltet.
- Das Werk ist der mit seiner erforderlichen Sorgfalt verarbeitet,
das Produkt ist ausstellungsfähig, stabil und haltbar.
- Mit Material und Werkzeug wurde angemessen umgegangen.
- Der Zeitplan wurde eingehalten.
- Konkrete Arbeitsanweisungen bei praktischen Übungen wurden
ausgeführt.
- ...
Dokumentation der Arbeit im Kunstbuch:
- Die schriftlichen Teile sind lesbar, haben eine angemessene
sprachliche Ausdrucksform und verwenden Fachvokabular!!
- Das Kunstbuch ist ansprechend gestaltet, dabei wird die Gestaltung
durch den inhaltlichen Aspekt der Arbeit bestimmt.
- Die gestalterischen Fähigkeiten werden im Kunstbuch erprobt
und erweitert.
- Die Dokumentation ist schlüssig, Ideenfindung, Herstellungsprozess
und Aussageabsicht werden in Schrift und Bild (hauptsächlich
Zeichnung) festgehalten.
- Der eigene Prozess und das eigene Werk werden selbstkritisch
beurteilt.
- Es ist eine eingehende themenbezogene Beschäftigung im
Kunstbuch zu erkennen in Form von Bildsammlungen, Zitaten aus
der Alltagskultur und dem persönlichen Umfeld.
Arbeitsatmosphäre / Mitarbeit:
- intensive Arbeit bei gleichzeitig entspannter Atmosphäre
- »Lust« bei der Arbeit
- Bereitschaft auch zur Übernahme von unangenehmen Aufgaben.
- Mithilfe beim gemeinsamen Aufräumen.
- Verantwortungsvoller Umgang mit Material, Werkzeug und Räumen.
- Aufmerksamkeit im Unterricht
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| Kunstbuch |
| Ein
wesentliches Element der Selbststeuerung und Selbstdisziplin
ist das »Kunstbuch« in den Oberstufenkursen des
FSG. In anderen Unterrichtsfächern und Zusammenhängen
sind ähnliche Formen der Unterrichtsarbeit zu finden mit
den Bezeichnungen »Lerntagebuch«, »Lernjornal«,
»Journal-writing«. Im Kunstunterricht erfährt
das Kunstbuch eine ästhetische Erweiterung, orientiert
an künstlerischen Arbeitverfahren wie dem klassischen Skizzenbuch
oder dem aktuelleren Mapping bzw. Atlasverfahren.
Das »Kunstbuch« ist ein
- Skizzenbuch
- Ideenbuch
- Protokollbuch
- Archivbuch
- Tagebuch
- Sammelbuch
- Arbeitsbuch
- Kommunikationsmedium bzw. –anlass
- etc.
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Das
unlinierte leere Buch wird im Laufe des Schuljahres zu einem persönlichen,
eigenständigen Mitläufer des Kunstunterrichts, das einen
eigenen ästhetisch-gestalterischen Wert erhält. Hierin
werden neben den allgemein ausgeteilten Arbeitsmaterialien auch
eigene Quellen und Ergebnisse zusammengetragen. Das Erstellen und
Zusammentragen der Materialien für das Buch stellt für
sich schon eine Handlung dar, die gestalterische Funktion hat und
zum reflektierten Umgang mit bzw. Umwandlung der Materialien nötigt.
Dieses Buch dient für den Lehrenden zur Leistungserfassung
im Werkstattunterricht, indem Pro-zessabläufe oder -brüche
nachvollziehbar werden. Das Kunstbuch ist auch ein Mittel, die Sequenzi-alität
eines Quartalsthemas in seinem komplexen Bedeutungszusammenhang
zusammenzuhalten und die Ziele des Kunstunterrichts über die
Unterrichtszeit hinaus zu tragen. Der Arbeitsleistung im und am
Buch ist entsprechend Zeit (Hausaufgabe) und Wertschätzung
(auch im Unterricht) zu zollen. Die Einführung des Kunstbuches
in der Jahrgangstufe 11 bildet auch für die in Jahrgangsstufe
12 alternativ wählbaren Literaturkurse eine dort verlangte
methodische Grundlage. |
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Das
Kunstbuch wird zur Bewertung der Quartalsleistungen im Sinne der
Prozessbezogenheit herangezogen, bildet aber je nach Thema auch
ein Produkt an sich, das in die Bewertung mit aufgenommen werden
muss.
Folgende Hilfestellungen und gleichzeitig Bewertungsgrundlagen
bieten sich für die Arbeit mit dem Buch an, dabei sollen nicht
nur schriftliche Äußerungen benutzt werden, sondern insbesondere
auch zeichnerische, collageartige Ausdrucksformen angewendet werden,
um die bildsprachlichen Möglichkeiten zu erproben:
- inhaltliche Notizen, Skizzen
- offene Fragen, Unerledigtes
- eigene Ziele
- Kurzbericht über den Ablauf von Unterrichtssequenzen
- Einschätzungen und eigener Lernfortschritt nach bestimmten
Unterrichtssituationen
- Bericht über die eigenen (Lern-)Aktivitäten bzw.
Arbeitsmethoden
- Empfundene Behinderungen des Lernens
- Schildern innerer Zustände, wie Irritationen, Erleichterungen,
Spannungserlebnissen
- Wertungen, emotionale Äußerungen
- Wünsche, Hoffnungen, Erwartungen, Vorhaben formulieren
- persönliche Einsichten, Erlebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse
- biographische Rückblenden
- Meinungen
Die grundsätzlichen Methodenkompetenzen für das Kunstbuch
sollen schon in der Sek. I anhand des Kunstheftes erarbeitet sein.
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| Zitate aus
Kunstbüchern |
| »Die
Arbeit mit dem Buch hat mich wirklich sehr viel Arbeit gekostet,
aber ich habe es sehr gern gemacht und ich bin auch sehr stolz
darauf. Ich gucke es mir immer wieder gerne an und werde es
auch aufbewahren. Ich denke, dass ich dadurch noch einen Schritt
an die Selbstständigkeit herangetreten bin. Zum Ende hin
habe ich für mich selbst entschieden, was in ›mein‹
Buch gehört und was ich für wichtig halte. Die ersten
Seiten des Buches finde ich jedoch für mich persönlich
auch sehr lehrreich, da ich eigentlich eine sehr unordentliche
Heftführung habe, in dem Buch aber auber und ordentlich
gearbeitet habe. Wenn ich es also wirklich möchte, kann
ich es auch schaffen!« (Ende GK 12) |
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»Das
Kunstbuch könnte ich auch als TAGEBUCH betiteln, soviel
wie ich immer zu schreiben hatte. Erst dachte ich ja, wir hätten
uns an strenge formale Auflagen zu halten, aber schließlich
durfte man machen, was man wollte. Auch im Unterricht sind wir
immer selbstständiger geworden, was unsere Arbeit angeht.
Zwar hat sich gezeigt, dass wir nicht ganz alleine im Stande
sind, uns aufzuraffen, aber wenn wir dann eine Richtung bekamen...
Wir sind sicher alle an dieser Art von Unterricht
gewachsen, einige mehr, einige weniger. Das Wichtigste was wir
gelernt haben, ist ... man sollte seine Sinne für alles
bereit halten.« (Ende GK11 02/03) |
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